Donnerstag, 09. Oktober 2014

Trübe Aussichten für die Wuhle

Kategorie(n): Pressemitteilungen

Turgut Altug, Sprecher für Natur- und Verbraucherschutz, sagt zu den Antworten auf seine Anfrage zur Renaturierung der Wuhle:

Der politische Stillstand des Senats auf Bürgermeistersuche macht auch vor dem Naturschutz keinen Halt: Von den geplanten Maßnahmen zur Renaturierung der Wuhle im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA 2017) hat Rot-Schwarz aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Haushaltsmittel Abstand genommen. Das hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf meine Anfrage jetzt eingeräumt. Die IGA 2017 hält damit schon jetzt ihre Versprechen nicht mehr und macht sich selbst überflüssig.

Der Zustand der Wuhle ist von einem guten ökologischen Zustand weit entfernt und es sind nur kleine Fortschritte zu verzeichnen. Dabei sieht die Wasser-Rahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union vor, dass alle Flüsse und Seen in Europa in einem „guten ökologischen Zustand“ sein sollen. Seit Beginn der ersten Renaturierungsphase 2008 ist der Senat dennoch weitgehend untätig geblieben, obwohl das in den vergangenen Jahren unter Mitwirkung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger erarbeitete detaillierte Renaturierungskonzept schon in der Schublade der Senatsverwaltung liegt.

Insgesamt sind das trübe Aussichten für die Wuhle – immerhin einer der längsten Berliner Flüsse – und den Naturschutz in unserer Stadt.

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